7 Methoden, um Scheidenpilz vorzubeugen

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Der Scheidenpilz, der auch als vaginale Mykose bezeichnet wird, zählt bei den Geschlechtsorganen der Frau zu den am häufigsten auftretenden Infekten. Über 70 Prozent der Frauen erkranken mindestens einmal im Leben daran. Die meisten Infizierten davon sind Schwangere. Selbst wenn man gegen den Vaginalpilz mithilfe von unterschiedlichen Arzneimitteln vorgehen kann, so ist es doch noch besser, Vorsorge zu treffen, sodass es überhaupt nicht so weit kommt. Als Vorsorgemaßnahme gegen Scheidenpilz sind gesunde Lebensgewohnheiten besonders effektiv. Mit den nachfolgenden Tipps kann man zur Gesunderhaltung der Scheidenflora beitragen, damit das Wachsen von Pilzen und weiteren Mikroorganismen, die eventuell Infektionen verursachen, verhindert werden kann.

1. Gesunde Ernährung

Weil die Hefepilze als Nahrung Zucker sehr mögen, wird dazu geraten, keine besonders zuckerhaltige Getränke und Speisen zu sich zu nehmen. Vielmehr ist es am besten, sich ausgewogen zu ernähren mit Lebensmitteln, die reichlich über Mineralstoffe, Vitamine und andere wichtige Nährstoffe verfügen, sowie das Immunsystem stärken. Dadurch wird der Organismus gegen Angriffe von Bakterien und Pilzen widerstandsfähiger. Daher ist es ganz entscheidend, zu Nahrungsmitteln, wie zum Beispiel Vollkornprodukte, Eier, Trockenfrüchte, Hülsenfrüchte, Kürbis, mageres Fett, Zitrusfrüchte und grünes Blattgemüse, zu greifen.

2. Regelmäßige Blutzuckerkontrolle bei Diabetiker

Für die Pilze stellt ein erhöhter Blutzuckerspiegel Nahrung dar. Aufgrund dessen können sie sich noch rascher ausbreiten. Deswegen ist es wichtig, dass Diabetiker ihren Zuckerspiegel im Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

3. Sorgfältige Intimhygiene

Es ist möglich, dass das Risiko, an einem Vaginalpilz zu erkranken, durch eine nicht übertriebene, aber gründliche Intimhygiene zu reduzieren. Allerdings können Intimsprays, Schaumbäder sowie stark parfümierte Seiten oder Duschgels bei der Scheide den natürlichen Schutzmechanismus stören und damit die Verbreitung der Pilze fördern. Daher empfiehlt es sich, den äußeren Genitalbereich regelmäßig mit einer besonderen Intimwaschlotion mit Milchsäure oder einer pH-neutralen Seife und ganz viel Wasser zu säubern. Weiterhin ist es nach dem Urinieren sehr wichtig, sich immer von vorne nach hinten zu reinigen. Nur so kann verhindert werden, vom Enddarm aus Bakterien die Vagina erreichen.

4. Keine Ansteckungsgefahr im Schwimmbad und der Sauna

Die meisten Frauen meiden den Besuch von Saunen oder Schwimmbädern, da sie dort die Ansteckung mit einem Scheidenpilz befürchten. Die Sorge ist allerdings völlig unbegründet, da es durch die Saunabank oder das Wasser nicht zur Übertragung der Pilze kommt. Jedoch sollte man sich nach dem Aufenthalt in der Sauna oder dem Schwimmen duschen und den Intimbereich sorgfältig abtrocknen. So bildet sich kein warmfeuchtes Milieu, welches die Vermehrung von möglicherweise vorhandenen Krankheitserregern begünstigt. Entscheidend ist zudem, die Badebekleidung gleich auszuziehen, damit sie keinesfalls am Körper trocknet. Selbst wenn die Ansteckung auch nicht in der Sauna oder im Schwimmbad erfolgt, so ist die Gefahr, danach an einem Pilzinfekt zu erkranken, durchwegs gegeben. Nicht, da das Anstecken bei einer anderen Frau stattfindet, sondern weil Schwitzen und Chlorwasser dafür sorgen, dass in der Scheide der pH-Wert temporär neutralisiert wird. Dann haben die schon vorhandenen Keime die Möglichkeit, sich zu verbreiten.

5. Antibiotika vermeiden

Wer übermäßig viel herkömmliches Antibiotika zu sich nimmt, zerstört die positiven Bakterien. Zudem wird der natürliche pH-Wert im Genitalbereich und ebenso im übrigen Organismus verändert. Wenn allerdings die Einnahme von Antibiotika notwendig sind, ist es ganz entscheidend, die Nebenwirkungen zu beachten und nach Möglichkeit nach pflanzlichen Alternativen zu suchen.

6. Probiotika einnehmen

Bei Probiotika hingegen handelt es sich um gute Bakterien. Diese sind ebenso im Intimbereich und im Darm zu finden. Daher kann der Verzehr von probiotischen Nahrungsmitteln dazu beitragen, eine gestörte Scheidenflora erneut in die Balance zu bringen. Durch die lebenden Bakterien wird das Wachsen von schädlichen Organismen verhindert, wie etwa Pilze oder weitere Krankheitserreger. Es besteht die Möglichkeit, Probiotika in fermentierten Milcherzeugnissen, Joghurt oder auch als Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen.

7. Keine enge Kleidung tragen

Wenn Frauen Unterwäsche und eng anliegende Bekleidung aus Polyester tragen, entstehen Pilze, weil sie sich im feuchtwarmen Milieu wohlfühlen. Daher ist es am besten, Unterwäsche aus Seide oder Baumwolle anzuziehen. Diese sollte jeden Tag gewechselt werden.

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